FAQ
Wer seid ihr?
Das Teiba-Kulturzentrum ist eine muslimische Gemeinde in Berlin-Spandau. Wir helfen den hier ansässigen Musliminnen und Muslimen bei der Ausübung ihrer Religion und möchten zugleich zu einem besseren Verständnis des Islam in unserer Stadt beitragen. Grundlage unserer Arbeit sind der Koran und die Sunna des Propheten ﷺ. Herkunft, Hautfarbe, Nationalität oder sozialer Status spielen für uns keine Rolle.
Seit wann gibt es euch und wen sprecht ihr an?
Unsere Gemeinde besteht seit 2008 am Standort in Spandau. Zu uns kommen Familien, Jugendliche, ältere Menschen und Nachbarn aus dem ganzen Berliner Raum. Unsere Arbeit findet überwiegend auf Deutsch und Arabisch statt.
Was bietet ihr an?
Neben dem täglichen Gebet und dem Freitagsgebet bieten wir Islam- und Koranunterricht, Bildungsangebote für Kinder, Jugend- und Freizeitarbeit sowie Seelsorge an. Außerdem gibt es Moscheeführungen.
Kann ich euch besuchen?
Ja, herzlich gern. Unsere Türen stehen offen – für Einzelpersonen, Schulklassen, Kindergärten und Gruppen. Wer wissen möchte, wie eine Moschee von innen aussieht und wie wir arbeiten, ist eingeladen, sich anzumelden und vorbeizukommen.
Unsere Haltung
Wie steht ihr zum Grundgesetz und zur Demokratie?
Wir stehen vorbehaltlos auf dem Boden des Grundgesetzes und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Unsere Gemeindearbeit ist Teil dieser Gesellschaft, nicht in Abgrenzung zu ihr. Dies ist auch elementarer Teil unserer religiösen Überzeugung.
Wie steht ihr zu Gewalt und Extremismus?
Wir lehnen jede Form von Gewalt und Extremismus ab. Gewalt gegen unschuldige Menschen ist mit unserem Glauben unvereinbar – unabhängig davon, von wem sie ausgeht und gegen wen sie sich richtet.
Wie steht ihr zu Antisemitismus?
Antisemitismus hat bei uns keinen Platz. Die Würde jedes Menschen ist unantastbar; das gilt für alle Religionen und Gemeinschaften in unserem Land. Unser Imam Ferid Heider partizipierte an einer Vielzahl von inter- und intrareligiösen Projekten - u.A. initiierte er das vielfach ausgezeichneten Projekt meet2respect mit, in welchem er gemeinsam mit Rabbiner Daniel Alter Schulklassen gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und für gegenseitigen Respekt, sensibilisierte.
Welche Rolle spielen Frauen in eurer Gemeinde?
Frauen sind ein selbstverständlicher und aktiver Teil unserer Gemeinde – im Gebet, in der Bildung und im Gemeindeleben.
Wie haltet ihr es mit Politik und Parteien?
Wir sind überparteilich und gehören keiner Partei an. Wie viele Gemeinden haben wir bei öffentlichen Anlässen – Dialogveranstaltungen, Stadtteilterminen, Tagen der offenen Moschee – Kontakt zu Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Parteien. Das ist normaler Teil des gesellschaftlichen Miteinanders.
Trägerschaft und Finanzierung
Wer trägt die Moschee?
Träger ist der gemeinnützige Verein Teiba Kulturzentrum e.V. Die Gemeinde lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder.
Wie finanziert ihr euch?
Ausschließlich durch private Spenden unserer Gemeindemitglieder und Unterstützer.
Erhaltet ihr Geld aus dem Ausland?
Nein. Wir nehmen keine Mittel von ausländischen Staaten oder aus dem Ausland an. Getragen wird unsere Arbeit von Privatspenderinnen und -spendern.
Häufige Vorwürfe – offen beantwortet
Immer wieder wird eine „Nähe zur Muslimbruderschaft" behauptet. Was ist dran?
Nichts. Wir haben kein Verhältnis zur Muslimbruderschaft. Unsere Arbeit findet ausschließlich hier in Deutschland statt und ist öffentlich zugänglich. Wir sind eine traditionelle sunnitische Gemeinde, die alle vier sunnitischen Rechtsschulen vertritt und zu einem ausgewogenen, authentischen und zugleich zeitgemäßen Islamverständnis aufruft.
Einige Vereine wurden früher in Verfassungsschutzberichten erwähnt. Wie geht ihr damit um?
Wir haben stets offen, transparent und im Dialog mit Behörden und Zivilgesellschaft gearbeitet. Unser uneingeschränktes Bekenntnis zum Grundgesetz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist nicht Ergebnis äußeren Drucks, sondern gelebte Überzeugung.
Diese Haltung spiegelt sich auch in der behördlichen Praxis wider: Seit 2016 werden wir in keinem Verfassungsschutzbericht mehr erwähnt – ein Umstand, der für sich spricht.
Euer Imam hat im Ausland studiert. Was bedeutet das?
Unser Imam Ferid Heider hat neben seinem Arabistikstudium und seinem Studium der Islamwissenschaft an der Freien Universität zu Berlin u.A. ein theologisches Fernstudium absolviert – seinerzeit die einzige verfügbare Möglichkeit für ein Studium der islamischen Theologie. Er war nie vor Ort und hatte keinen direkten Kontakt zu den Betreibern der Einrichtung.
Wie geht ihr mit einseitiger Berichterstattung über euch um?
Mit Offenheit. Wer wissen möchte, wer wir sind und was wir tun, muss das nicht zwischen den Zeilen suchen – er kann uns besuchen, mit uns sprechen und sich selbst ein Bild machen. Unsere Tür steht jedem offen.
Kontakt
Wie kann ich Kontakt aufnehmen, euch besuchen oder unterstützen?
Über unser Kontaktformular, telefonisch oder direkt vor Ort. Termine für Führungen vereinbaren wir gern.


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